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Robert Spiske, Gründer der Hedwigschwestern

29.1.1821 - 5.3.1888

Der Breslauer Domherr Robert Spiske wurde am 29. Januar 1821 zu Lissa bei Breslau/Schlesien geboren. Aus einfachen wirtschaftlichen Verhältnissen stammend, regte sich in dem Jungen schon früh die Berufung zum Priestertum. Am 18. Juni 1847 wurde er von Fürstbischof Melchior von Diepenbrock zum Priester geweiht.

All seine Kräfte widmete er dem Großstadtapostolat als Kuratus von "St. Maria am Sande" und als Pfarrer von "St. Dorothea" und führte auch als späterer Domprediger viele Menschen zur Kirche zurück. Er sprach Menschen verschiedenster Herkunft, Bildungsstufe und Mentalität an und begeisterte diese für die Kirche. Zeit seines Lebens galt er als ein bescheidener Priester.

Vor allem lag ihm die schutzlose Jugend am Herzen. Aus dieser Sorge heraus schenkte er vielen verwaisten Kindern seiner Bischofstadt Heim und Heimat bei den Hedwigschwestern, die ihn als ihren geistlichen Vater und Direktor liebten.

Als ein Apostel der Caritas und Freund der Armen und Hilfsbedürftigen starb er am 5. März 1888, nachdem er noch die Freude erlebt hatte, seine im Kulturkampf aus der Heimat vertriebenen Schwestern nach Breslau heimkehren zu sehen.

Robert Spiske wurde am 8. März 1888 in der Gruft der Breslauer Kathedrale (Auferstehungskapelle) beigesetzt. Nach vielen Bemühungen erhielten die Hedwigschwestern die Erlaubnis der kirchlichen und staatlichen Behörden zur Exhumierung und Übertragung der sterblichen Überreste ihres Stifters aus der Kathedrale in die Kirche des Gründungshauses zu Breslau am 5. März 1984, dem Tag der 96. Wiederkehr seines Todestages.